Hochries

GS/D                          Hochries                    Bayern                       Deutschland

Familienfluggebiet    ca. 900 Höhenmeter  Bergbahn

Flugspass am Chiemsee! Von der Autobahn München-Salzburg ist die Hochries schnell ausgemacht. Meist kann man vom Inntaldreieck aus bereits die ersten Fluggeräte am Berg ausfindig machen. Nach langem „hin und her“ scheint die Zukunft der Hochries Bergbahn gesichert. Die Infrastruktur im Talort Grainbach ist vorbildlich. Landeplätze in Bahnnähe. Und die Flugschule neben der Talstation. Hier kann man sich mit den nötigen Fluginformationen in freundlicher Atmosphäre vertraut machen. Noch ein Eintrag ins Flugbuch und schon geht es in Einzelabfertigung bergauf zu einem schönen Flugerlebnis. Nach der Fahrt mit dem Sessellift befördert eine Seilbahn die Besucher bis unter das Gipfelplateau. Vor dem Einschweben in die Bergstation kann man linker Hand zunächst die mäßig große, und steil abfallende Startfläche für Gleitschirme erkennen. Knapp darüber liegt eine Rampe für Drachen. Steht der Wind aus Nord an ist der Start auf den kurzen Startflächen jedoch kein Problem. Parallelstarts mit Gleitschirmen und Drachen sollten vermieden werden. Meist ist ein Fluglehrer der Flugschule vor Ort und regelt den Flugbetrieb. Bei Nordwestwind oder gar Westwind bietet der mit Matten präparierte Startplatz links neben dem Gipfelrestaurant bessere Startbedingungen. Drachenrampe und Gleitschirmstartplatz liegen auch hier nebeneinander. Etwa 10 bis 15 Minuten dauert der Aufstieg von der Bergstation der Seilbahn. Der Blick ins Nahe Inntal ist von hier bei guter Sicht faszinierend schön. Windanzeiger sind an beiden Startplätzen in ausreichender Anzahl vorhanden, um etwaige Leesituationen rechtzeitig anzuzeigen. Aufwinde findet man an der Hochries am ehesten im Bereich des Weststartplatzes. Aber auch im laminaren Aufwind kann man sich an der Westkante sehr gut halten. Durch seine Exposition stellen sich die besten Flugbedingungen hier meist am frühen Nachmittag ein. Streckenflüge sind von der Hochries nicht unbedingt einfach aber dennoch möglich. Am ehesten kann man Strecken Richtung Aschau oder Richtung Kössen unternehmen. Das Inntal wirkt dagegen wie eine Barriere. Querungen sind meist nicht möglich, unter anderem auch, da der bayrische Wind hier sehr stark wehen kann. Den langen Flugweg zum Landeplatz sollte man nicht unterschätzen. Lediglich im Bereich der Mittelstation gibt es wenige, schwierige  Außenlandemöglichkeiten. Auf Grund der kleinen und kurzen Startplätze, der anspruchsvollen Geländestruktur und den schwierigen Windsystemen ist die Hochries für blutige Fluganfänger nur bedingt geeignet. Piloten ohne Erfahrung sollten vor dem ersten Flug das Betreuungsangebot der Flugschule in Kauf nehmen. Für Drachen und Gleitschirme stehen getrennte Landeplätze zur Verfügung. Beide Landeplätze sind groß und frei anfliegbar. Der Landeplatz für Gleitschirme befindet sich unterhalb der Talstation. Der Drachenlandeplatz liegt noch etwas unterhalb. Alles in allem ein herrlicher Flugberg, der in keinem Flugbuch fehlen sollte.

Geländebeschreibung Hochries

Ort: 83122 Grainbach
Eignung: GS + HG
Charakter: mittel
Anreise: Mit dem PKW über die A8 von München nach Salzburg. Von der Ausfahrt Achenmühle nach Grainbach.
Aufstieg: Im Ort Grainbach befindet sich die Talstation der Hochries-Bergbahnen.
Parkplätze an und unterhalb der Talstation.’
Erschließung: Sessellift + Seilbahn. Drachentransport im Langpack möglich.
Start:
1. Nord, GS + HG, 1.531 m NN, N 47° 44’ 54,34’’  E 012° 15’ 01,57’’
Die Startplätze für Drachen und Gleitschirme befinden sich einige Höhenmeter nordöstlich unterhalb der Bergstation.
2. West-Nordwest, GS + HG, 1.565 m NN, N 47°44’50.39″ E 12°14’53.69″
Die Startplätze für Drachen und Gleitschirme befinden sich einige Höhenmeter links unterhalb des Bergrestaurants. Von der Bergstation einfach dem beschilderten Fußweg folgen.
Flug: Die Hochries ist ein Flugberg der vielen Ansprüchen gerecht wird. Er lohnt sich vor allem für geübte Piloten. Aber auch Anfänger können den Berg bei den richtigen Flugbedingungen befliegen. Herrlicher Blick ins Voralpenland und ins Inntal.
Landung:
1. Grainbach GS,  687 m NN, N 47°46’16.54″ E 12°13’56.01″
Großer Landeplatz nördlich der Talstation neben der Straße Richtung Sonnbach. Landevolten beachten (siehe Aushang!).
2. Grainbach HG,  669 m NN, N 47°46’30.51″ E 12°13’44.19″
Großer Landeplatz einige Meter rechts unterhalb des Gleitschirm Landeplatzes. Erreichbar über Straße Richtung Nußdorf/Törwang. Vor dem Ortsausgang links abbiegen in den Brenkenweg bis zum Clubhaus. Zufahrt nur mit Berechtigung.
Besonderheiten: langer Flugweg zum Landeplatz. Seilbahnseile beachten! Infotafel an Talstation beachten. Naturschutzauflagen unbedingt beachten (aktuelle Aushänge an der Talstation). Eintragung ins Flugbuch vorgeschrieben.
Notlandeplätze: Im Bereich der Mittelstation wenige Freiflächen. Schulungsbetrieb.
Wetter: Wetterstation Hochries, Tel: +49/(0)8032/8805 (im Winter nicht aktiv)
http://www.flugschule-hochries.de/webcam/

Ansprechpartner:
Flugschule Hochries, www.flugschule-hochries.de

GSC Hochries Samerberg e.V., http://www.duschl-elektro.de/paragliding/index.php

DFC Hochries, www.dfc-hochries.de

Bergbahn:
Hochriesbahn
Hochriesstr. 80
D-83122 Samerberg
Tel: +49/(0)8032/97550
info@hochriesbahn.de
www.hochriesbahn.de

Gebühren: Einzelfahrt 12.-€, Landegebühr GS: 1,50 €, HG: 2,50 €

Informationen und Unterkunft:
Verkehrsverein Samerberg e.V.
Dorfplatz 3
D- 83122 Samerberg
Tel: +49/(0)8032/8606
Fax: +49/(0)8032/989419
www.samerberg.de

Wetterstation: +49/(0)8032-8805 (nur im Sommer aktiv)

Webcam: http://www.flugschule-hochries.de/webcam/index.php

Karte: Kompass Karte Nr. 10 und 14 M 1:50000, www.kompass.at

© Karsten Kirchhoff